Wir benutzen Cookies, um die Navigation einfacher zu gestalten (nur "notwendige" Cookies). Mehr Information in unserer Datenschutzerklärung.
top


2021

Eine passende Wohnung finden: Anleitung

Das ist vielleicht die schwierigste Aufgabe unserer Zeit: Eine Mietwohnung finden. Hier sind Tipps, wie du es einfacher haben kannst.


Inhalt:
Ein Hund braucht keinen Palastgarten um glücklich zu sein.
Bevor der Hund einzieht
Wenn der Hund einzieht ...
Ein ausgeglichener Hund ist das A und O
Eine kleine Wohnung kann riesig sein
Der Hausfriede muss gewährleistet sein


Ein Hund braucht keinen Palastgarten um glücklich zu sein.

Er ist in der kleinsten Wohnung froh, wenn er seine Lieblingsmenschen um sich herum hat und die Rahmenbedingungen angepasst werden.


Bevor der Hund einzieht

Noch bevor der Hund dein Partner wird, prüfe deinen aktuellen Mietvertrag und kläre, ob es dort eine Klausel gibt, die das Thema Tierhaltung regelt. Ist sie verboten, erlaubt oder muss sie abgesprochen sein? Häufig ist es so, dass über einen Hund gesprochen werden muss. Bestimmt machst du keinen Fehler, wenn du den Eigentümer um seine schriftliche Zustimmung bittest. Sei dir bewusst, dass der Vermieter seine Bewilligung wieder zurückziehen kann, sollte es Probleme mit dem Tier geben. Darüber hinaus kann er eine erhöhte Kaution in Form von drei Nettokaltmieten fordern.

Weitere Mehrkosten können zusätzlich in Form einer höheren Hundesteuer entstehen. Hier kannst du die jeweiligen Tarife im Vorfeld bei deiner Stadt / Gemeinde erfragen. Darüber hinaus sollte jeder Hund ausreichend haftpflichtversichert sein, denn ein Hund kann sehr schnell einen hohen Schaden anrichten. Ebenso macht es Sinn, über eine Kranken-, zumindest jedoch über eine OP-Versicherung nachzudenken. Für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass es deinem Liebling mal nicht gut geht.
In einem weiteren Schritt ist unbedingt über unvorhergesehene Ereignisse nachzudenken. Mit einem Hund legst du dich die kommenden 10 bis 15 Jahre fest. Nicht alles kann man im Vorfeld absehen, aber du sollst einen Plan B haben, was du tust, wenn du die Wohnung verlierst oder der Hund krank wird (und du wohnst beispielsweise im achten Stock ohne Aufzug). Die meisten Probleme lassen sich lösen, jedoch musst du darüber nachdenken, ob es einen ernsthaften Grund gibt, der gegen die Aufnahme eines Hundes spricht – eine kleine Wohnung an sich, ist es jedenfalls nicht.


Wenn der Hund einzieht ...

... ist das wichtigste sein Rudel. Ob er mit diesem am Lagerfeuer, in einem Schloss mit Garten oder in einer kleinen 1,5-Zimmerwohnung zusammen lebt, hat für den Hund keine große Bedeutung. Ein Vierbeiner, der ohne Spaziergang den ganzen Tag alleine im Garten zubringt ist unglücklicher als einer, der ein ausgeglichenes Leben mit seinem Menschen in einem Apartment verbringt. Auf die Rahmenbedingungen kommt es an.


Ein ausgeglichener Hund ist das A und O




Dazu gehört in erster Linie ausgiebiges Gassi gehen, denn das ist für den Hund mehr als nur ein Spaziergang an der frischen Luft. Es geht um die körperliche Ermüdung und deswegen sollte es mehr als die kurze Runde um den Block sein, die nur dazu dient, dass sich der Hund lösen kann. Der Bewegungsmangel, den der Hund in der Wohnung hat, muss draußen ausgeglichen werden. Gehörst du darüber hinaus zur arbeitenden Bevölkerung und musst den Hund ein paar Stunden alleine lassen, ist es gut, wenn er vorher ausgepowert wurde. Auf diese Weise kann er den überwiegenden Teil des Alleinseins zum Dösen nutzen. Dreimal am Tag sollte der Hund ordentlich vor die Tür kommen, einmal davon verbunden mit Sport und Spiel. Das ist ein bisschen von der Rasse abhängig: Ein Dackel kommt natürlich mit weniger aus, als ein Australien Shepard, der zu den herausfordernden Arbeitshunden gehört.
Neben der körperlichen Ermüdung darf die geistige Beanspruchung ebenso wenig fehlen. Auf seinem Weg durch die Straßen erschnüffelt der Hund seine unmittelbare Umgebung. Er bekommt genau mit, welcher Hundekollege vor ihm unterwegs war, wie lange das etwa her ist und wer neu im Revier ist. All das braucht er wie wir das tägliche Checken unserer Social Media Kanäle und lässt ihn anschließend ermattet ins Körbchen sinken.

Wann immer möglich, solltest du es arrangieren, mit dem Hund in die freie Natur zu kommen, auch wenn du mitten in der Großstadt wohnst. Dort kann er toben, frei von der Leine sein und regelmäßig mit Artgenossen spielen. Vielleicht lässt sich im Stadtpark ein Lauftreff organisieren oder ihr entdeckt ein gemeinsames Hobby. Es gibt viele Hunde, die gerne joggen oder neben dem Rad laufen.

Darüber hinaus kannst du dir für die Spaziergänge spannende Spiele ausdenken, die den Hund auspowern. Das können Lauf-, Fang- Such- Schwimm- oder Zerrspiele sein. Ein Hundeverein ist eine weitere Möglichkeit, den Hund sinnvoll zu beschäftigen. Hauptsache die tägliche Runde gleicht einem großen Abenteuer.


Eine kleine Wohnung kann riesig sein

Wenn es dir gelingt, den Hund ordentlich auszulasten! Dazu brauchst du eher kreative Ideen als viele Quadratmeter. Es gibt zahllose Möglichkeiten, die Fellnase in der Wohnung zu bespaßen und sinnvoll zu beschäftigen. Gerade dann, wenn du die Wohnung für einen längeren Zeitraum verlassen musst. Der Hund liebt es, versteckte Leckerlis aufzustöbern, die Wohnung mit dir aufzuräumen oder sich an einer Schnüffelkiste oder einem Intelligenzspiel gütlich zu tun. Auch ein Indoor-Parcour ist eine fantastische Idee. Das Internet ist voll von Spielen und Beschäftigungsmöglichkeiten. Schaffst du dir ein spannendes Repertoire an, wirst du einen voll ausgelasteten Freund haben, der im Anschluss friedlich auf seiner Decke schlummert.


Der Hausfriede muss gewährleistet sein

Somit macht er auch keinen Ärger, der wiederum die Nachbarn ärgern würde, die sich daraufhin beim Vermieter beschweren. Viele Menschen haben gar nichts gegen einen Hund, es sei denn, der Vierbeiner bellt stundenlang das ganze Haus zusammen, während du außer Haus bist. Aus diesem Grund solltest du deinem Hund beibringen, dass er zuverlässig alleine bleiben kann und nicht bei jedem Geräusch heulend an die Decke geht. Heutzutage kannst du mithilfe moderner Gerätschaften sogar überprüfen, ob sich dein Hund ruhig verhält. So kannst du ihn mit einer Kamera beobachten und life sehen, was er tut.

Ein Hund, der sich sicher fühlt, kann locker über mehrere Stunden alleine bleiben. Damit das klappt, solltest du mit dem Üben am ersten Tag beginnen, an dem der Hund bei dir ist. Da nicht so viel Platz zur Verfügung steht, muss sich der Hund in dem kleinen Reich frei bewegen dürfen. Sperre ihn also nicht in eines der Zimmer ein, denn er wechselt zwischendurch gerne mal den Platz. Des Weiteren sollte dein felliger Freund eine überschaubare Menge an Spielzeug vorfinden, mit dem er sich ein wenig unterhalten kann. Hier gibt es auch nette Dinge, die man mit Futter füllen kann (Futterschlange für Nassfutter und Bälle für Trockenfutter). Überfüttere ihn jedoch nicht und wage keine Experimente, indem du ihm einen Knochen da lässt, an dem er sich verschlucken könnte, wenn du weg musst. Es versteht sich von selbst, dass dem Tier immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen muss.
Musst du lange arbeiten, organisiere dir einen dogwalker, der zwischendurch mit dem Hund Gassi geht, auch wenn dir das Kosten verursacht. Für den Vierbeiner gibt es aber keine größere Not, als wenn er sein eigenes Heim beschmutzen muss. Vielleicht lässt sich aber auch unter den Nachbarn jemand finden, der gerne mit deinem Tier spazieren geht. Der hätte einen Schlüssel und könnte nach dem Hund schauen, falls es mal ein Problem gibt.

Im Treppenhaus solltest du den Hund stets an der Leine führen, denn es könnte sein, dass jemand aus der Nachbarschaft Angst vor Hunden hat. Bürsten im Treppenhaus ist tabu, denn es könnte jemand allergisch auf die Hundehaare reagieren. Wenn du auf all das ein wenig Rücksicht nimmst, wird es mit den Nachbarn keinen Ärger geben. Im Gegenteil, dann freut sich der Hund größter Beliebtheit.



Du siehst, wenn man sich ein paar Gedanken macht, sollte niemand ein Problem haben, wenn der Hund mit in die Wohnung zieht. Ein zufriedener und ausgelasteter Hund fühlt sich überall wohl – selbst in der kleinsten Hütte.