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2021

Alternativen zu Immobilien

Es gibt viele Gründe, warum du nicht in Immobilien investieren willst.

- Vielleicht fehlt dir das nötige Wissen dafür.
- Vielleicht willst du diversifizieren.
- Vielleicht willst du dich vor einer schlechten Marktlage schützen.
- Vielleicht ist deine Bonität nicht gut genug.

Was sind denn die Alternativen?

Einige Optionen sind bekannt und werden oft als Geldanlage erwähnt.

Andere sind viel weniger verbreitet und benötigen mehr Zeit, Wissen, Analyse und kritisches Denken.

Jedoch ist es auch bei Immobilien so und deswegen sind solche Investition für dich eine richtige Alternative, wenn du dich mit der Materie gut genug auskennst, um dein Vermögen gut zu verwalten.



Inhalt:
Sachwerte
Aktien oder Aktienfonds
Immobilien-Aktien
REITs
Airbag-Zertifikate
Anleihen
NPL
P2P-Lending
Crowd-Investing
Immobilien-Fonds
Vermietung von Gegenständen
Eigenes Geschäft
Investiere in dich selbst

Sachwerte

Edelmetalle (real und virtuell)

Gold ist ein Sachwert.

Wenn du physikalisches Gold hast, dann hast du einen Vermögenswert, den du verkaufen kannst.

In einer Krise steigt üblicherweise der Preis von Gold überproportional. Allerdings generiert Gold keinen Cashflow.

So kannst du mit Gold nicht mehr erreichen als den Wert deines Bestands.

Gold ist also eine Wette auf die Krise. Wenn ein Immobilien- oder Aktiencrash kommt, dann kannst du diese Vermögenswerte günstig erwerben.

Da die anderen Investoren die Sicherheit von Gold in Krisenzeit schätzen und kaum Alternativen finden, steigt der Preis vom Edelmetall massiv.

Vom Unterschied kannst du profitieren, wenn du also am Ende einer Boom-Phase kaufst und in der Krise umschichtest.

Gold ist nur dann relativ schlecht, wenn es keine Krise gibt: Dann hast du nur einen Inflationsausgleich, während andere Investments mehr Rendite gebracht hätten.

Gold kannst du entweder physikalisch oder über Wertpapiere besitzen.

Dreieck aus Goldbarren
Goldbarren lassen sich sicher lagern.


Physikalisches Gold hat den Vorteil, dass du volle Kontrolle hast und nicht von anderen abhängig bist.

Insbesondere ist es Staaten schwierig, deinen Goldbestand zu messen und diesen zu besteuern oder zu sperren.

Das ist wichtig, um auch in einer großen Krise über deinen Bestand zu verfügen.

Goldpapiere bieten diese Sicherheit nicht. Dafür musst du dich nicht um die Lagerung kümmern.

Auch das Risiko, gefälschtes Metall gekauft zu haben, ist dadurch begrentzt.

Theoretisch sind auch Kryptowährungen gegen Inflation geschützt, aber sie sind (noch) nicht für den Warenhandel etabliert und deswegen auch hochspekulativ.

Das lässt sich auch anhand der hohen Volatilität merken.

Sammelstücke

Briefmarken, seltene Münzen, Oldtimer und Kunst sind auch anfassbare Wertsachen.

Zwar ist es möglich, Kunst zu vermieten, aber generell generieren auch Sammelstücke keinen Cashflow.

Genauso wie bei Gold ist deshalb die zu erwartende Rendite niedriger und es wird dadurch kein passives Einkommen generiert.

In manchen Fällen können Sammelstücke langfristig (theoretisch) mehr Rendite bringen als Edelmetalle, weil ihr (realer) Wert mit der Zeit steigt.

So ist grob gesehen eine 80-jährige alte Briefmarke oft mehr wert als eine 20-jährige.

Nach 60 Jahren ist also zu erwarten, dass die gleiche Briefmarke (real) mehr Wert ist.

Jedoch schwanken Sachwerte viel und der richtige Zeitpunkt für einen Kauf oder einen Verkauf ist nur von Spezialisten zu finden.

Der Werterhalt setzt voraus, dass der Sachwert nicht mit dem Alter an Wert verliert.

So behält eine Waschmaschine nicht ihren Wert, weil sie irgendwann kaputtgeht.

Auch die Technologie spielt dabei eine Rolle: Mit der Zeit wird man produktiver und so werden bessere Waschmaschinen kosteneffizienter hergestellt.

Die theoretische langfristige Wertentwicklung von datierten Sammelstücken (wie Briefmarken) sieht im Vergleich zu zeitlosen Gegenständen (wie eine Goldbarre) so aus:

Wertentwicklung: Vergleich mit und ohne Datum
Sammelstücke mit Datum steigen in Wert langfristig mehr als die ohne Datum.


Dieser Vergleich verbirgt jedoch einen wichtigen Aspekt: Edelmetalle sind sehr liquide Assets und du kannst dein Gold oder dein Silber ständig zu Geld machen.

Im Gegensatz dazu musst du jemanden finden, der sich gut auskennt, wenn du einen Oldtimer oder ein Bild verkaufen willst.

Übrigens sind auch Immobilien gar nicht liquide und dieser Nachteil will auch eingepreist sein.

Als Schutz gegen eine Krise sind sie nur dann geeignet, wenn sie bei Krise überproportional im Preis steigen. Das ist nicht für alle Sammelwerte gegeben.

Was brauchst du dafür?

Zuerst musst du den Markt gut kennen und deine Nische finden. Dann musst du die Marktplätze besuchen und beobachten, Wenn du dir sicher bist, kannst du bieten.

Deine Sachwerte wollen dann sicher gelagert werden. Das kannst du entweder zuhause in einem Schließfach oder in einem Tresor (z.B. bei einer Bank) lagern. Wenn du schon einen Tresor mietest, dann entstehen keine zusätzlichen Kosten. Wenn du dafür extra einen Tresor mietest, kann es teuer werden.

Wenn du ängstlich bist, kannst du auch deinen Besitz versichern lassen. Dann musst du selber berechnen, ob es sich für dich als Investment wirklich lohnt.


Aktien oder Aktienfonds

Aktien sind viel riskanter und die Firmen können auch pleitegehen.

Weil die Firmen selbst Schulden machen (direkt bei der Bank sowie indem sie Anleihen herausbringen), ist eine Aktieninvestition schon (ein bisschen) gehebelt.

Jedoch bieten Aktien gute Renditemöglichkeiten.

Die Dividenden sind vergleichbar mit der erzielbaren Miete.

In einer Krise schwankt der Aktienmarkt generell mehr als der Immobilienmarkt, weil die Gewinne der Unternehmen gar nicht so stabil sind wie die Miete.

Aktien und Immobilien korrelieren nur wenig und deswegen sind eine Mischung von beiden eine gute Diversifikation.

Jedoch sind auch Immobilien nicht ganz antizyklisch und deswegen gibt es auch Krisen, die beide Assetklassen in den Keller senden.

Das war zum Beispiel der Fall in 2007-2008. Am Anfang der Krise waren nur subprime-Hypothekaranleihen betroffen.

Der Aktienmarkt ist zwar nur nach Monaten eingebrochen, aber beide Immobilien- und Aktienmärkte sind dann in den Keller gerutscht.

Mit einem Fonds kaufst du auf einmal kleine Anteile an vielen Unternehmen. Diese Streuung reduziert das Risiko, die falschen Einzeltiteln zu kaufen. Wenn du langfristig in einen Fonds investierst, dann solltest du die Kosten auch niedrig halten.

Was brauchst du dafür?

Du brauchst ein günstiges Depot bei einem Broker. Nahezu jede Bank, die du schon kennst, bietet diesen Service, aber nicht jede ist wirklich günstig.

Es gibt auch online-Broker, die ausschließlich online erreichbar sind und die sich darauf spezialisiert haben.

Immobilien-Aktien

Es gibt Firmen, die ein Immobiliengeschäft betreiben und an der Börse notiert sind.

Wenn du dich mit dem Management gut identifizieren kannst, wenn dir die Objekte gefallen, wenn der eingesetzte Hebel deinem Risikoprofil entspricht, dann kannst du eine Investition überlegen.

Der Hauptvorteil ist, dass du dich nicht um die ganze Verwaltung kümmern musst. Das übernimmt die Firma. Auch die Streuung ist dadurch vereinfacht dass viele Investoren zusammengebracht werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Firmen selbst Schulden aufnehmen. So ist es dir möglich, auch dann dein Geschäft zu hebeln, wenn du selbst keinen Kredit aufnehmen kannst (z.B. weil du in Rente bist oder wenn dein Einkommen schwankt). Achte jedoch darauf, dass dieser
Kredithebel einem gewissen Risiko entspricht, und dass du als Kleinaktionär keinen Einfluss darauf hast.

REITs

Die Abkürzung REIT steht für Real Estate Investment Trust.

REITs sind im Grunde genommen nichts anderes als Immobilien-Aktien mit ein paar Einschränkungen:
- Sie müssen einen Großteil des Vermögens in Immobilien oder in Immobilienfinanzierungen investiert haben.
- Auch der Umsatz muss überwiegend aus Immobilien-Geschäften bestehen.
- Zudem müssen sie die Gewinne ausschütten statt reinvestieren.
- Auch eine Begrenzung des eingesetzten Hebels ist gegeben.

REITs haben gegen Immobilien-Aktien generell einen Steuervorteil.

Airbag-Zertifikate

Du vermeidest Hebelprodukte an der Börse? Das ist eine vernünftige Art zu investieren.

Jedoch gibt es auch Zertifikate, die so gedacht sind, dass sie mehr Sicherheit bieten als der Basistitel. Sie verringern das Volatilitätsrisiko.

Airbag-Zertifikate sind Hebelprodukte, die anhand eines Basiswerts berechnet werden.

Das unterliegende Papier kann z.B. eine Aktie, ein Fonds oder ein Index sein. Auch ein offener Immobilienfonds könnte der Basiswert sein.

Voraussetzung ist jedoch, dass das Wertpapier eine hohe Liquidität hat, damit ein Marktpreis am Ende der Laufzeit vorliegt.

Bei einem Airbag-Zertifikat erhält der Anleger einen Schutz gegen geringe Kursverluste. Es gibt dafür einen Sicherheitspuffer.

Liegt der Preis des Basiswerts am Ende der Laufzeit unterhalb des anfänglichen Preises, aber noch innerhalb dieses Puffers, dann bekommt der Anleger den vollen anfänglichen Preis.

Sinkt der Preis so stark, dass der Sicherheitspuffer völlig aufgebraucht ist, dann erlebt der Anleger einen anteiligen Verlust.

Sein Verlust ist dann jedoch viel kleiner als bei einer direkten Investition.

Es gibt leider keine Sicherheit umsonst. Um das Risiko eines Kursverlusts abzusichern, will der Anbieter einen Ausgleich.

Dieser Ausgleich entsteht bei einem Airbag-Zertifikat dadurch, dass der Anleger bei einem Kursgewinn nicht zu 100% partizipiert.

Die Schutzfunktion eines Airbag-Zertifikats ist besonders bei geringem Verlust des Basiswerts gut.
Besonders bei geringem Wertverlust des Basiswerts eignen sich Airbag-Zertifikate.


Du verdienst also im optimalen Fall weniger als wenn du den Basiswert direkt gekauft hättest.

Z.B. kann es sein, dass du bei einem Kursgewinn nur 80% des Gewinns erhälst.

Anleihen

Staatsanleihen mit erstrangiger Bonität notieren seit Jahren mit einer negativen Rendite.

Dem Staat sein Geld zu leihen ist also ein Verlustgeschäft.

Andere Schuldenpapiere bringen dir eine positive (manchmal sogar eine hohe) Verzinsung.

Der Unterschied entspricht der Risikoprämie, die der Markt für so eine unsichere Anlage erwartet.

Üblich sind da zwei Strategien: Entweder kaufst du den breiten Markt, um das Risiko zu minimieren, oder du konzentrierst dich auf Emittenten, die du gut kennst.

Die Stadt München hat selbst Anleihen emittiert. Der Kupon beträgt 0,25% und die Laufzeit endet in 2032.

NPL

Non Performing Loans sind Kredite, die nicht mehr ordentlich zurückgezahlt werden, weil der Kreditnehmer finanzielle Schwierigkeiten hat. Er hat sogar keine
Lösung mit der Bank finden können, sodass er schon in Verzug geraten ist.

Diese Kredite sind für die Bank unsicher und sie verursachen mehr Aufwand und mehr Arbeit als ursprünglich geplant. Das macht die Kreditvergabe zum Verlustgeschäft und deswegen versuchen die Banken diese Kredite loszuwerden.

Die Bank hat die Möglichkeit, ihnren Anspruch auf die Rückzahlung abzutreten, indem sie den Kredit verkauft. Jedoch will niemand für die ungewisse Rückzahlung so viel zahlen wie der Nennbetrag. Deswegen erfolgt der Verkauf mit einem Abschlag. Dieser Abschlag erhöht die Attraktivität der NPL, weil es dadurch wahrscheinlicher wird, dass (mehr als) der volle Betrag zurückgezahlt wird. Das Kreditausfallrisiko wird also durch diesen Abschlag belohnt, indem die Chancen auf eine dicke Rendite verbessert werden.

Wenn du als Investor den Kredit der Bank abnimmst, dann bekommst du den Anspruch auf die Rückzahlung des Kredits. Das gekaufte Produkt enthält immer noch das Ausfallrisiko, aber du hoffst darauf, dass der Kredit trotzdem wieder bedient wird, um daraus einen Gewinn zu machen.

Bei NPLs aus einer Immobilienfinanzierung hast du noch die Sicherheit der Grundschuld. Wenn der Kreditnehmer lange Zeit seine Verpflichtung nicht nachkommt, kannst du die Immobilie zwangsversteigern lassen. Das verbessert deine Chancen, den Kreditbetrag zurückzubekommen, ist jedoch auch mit Arbeit gebunden.

Nur sehr selten werden NPL einzeln verkauft. Meistens werden sie gebündelt und in Milliardensummen an Fonds verkauft. Es ist also unwahrscheinlich, dass du diese Investition direkt erwirbst. Du kannst aber dir Fonds aussuchen, die NPL gekauft haben, die deine vorlieben erfüllen.

P2P-Lending

P2P steht für Private to Private und bezeichnet ein Geschäft zwischen privaten Teilnehmern.

Oft sind Darlehensnehmer und Darlehensgeber Privatpersonen, kleine Firmen oder Mittelständler.

P2P-Plattform

Das ist eine Erweiterung von Anleihen, wo die Schuldscheine nicht auf der Börse ausgetauscht werden und deswegen viel weniger liquide sind.

Die Emittenten sind oft kleiner und weniger bekannt als bei Anleihen.

Es gibt heutzutage zwar gut etablierte Plattformen, aber das vermeidet nicht das Totalverlustrisiko.

Diese Anlageform ist noch relativ neu.

Seitdem es so viele Plattformen gibt, ist keine schwere Wirtschaftskrise ausgebrochen.

So ist es noch schwierig zu schätzen, wie viele Emittenten einen solchen schweren Fall überstehen würden.

Für dieses Risiko gibt es jedoch gute Gewinnchancen: Manche Kreditnehmer bieten eine zweistellige Rendite an.

Direkte (Immobilien-)Finanzierung

Du brauchst keine Plattform, um einem Freund zu helfen und ihm die Finanzierung zu erleichtern.

Bei einer Immobilienfinanzierung von Privat kannst du dir die Gebühren der Plattform sparen und trotzdem ein gutes
Zinsgeschäft betreiben.

Außerdem umgehst du dadurch die strengen Regulierungen der Baufinanzierungen, ohne auf die Sicherheit einer Grundschuld zu verzichten.

Du brauchst zwar eine Erlaubnis der Bafin, wenn du Finanzierungen geschäftlich anbietest, aber wenn du nur einmalig einem Freund hilfst, dann ist es kein Thema. Diese Erlaubnis stellt sicher, dass einzelne Handlungen nicht zu einem Systemrisiko führen.

Nur ab einem Volumen von mehr als 100 Darlehen brauchst du eine Lizenz. Die Zinserträge musst du auf jeden Fall selbst versteuern.

Dieser Weg hat den riesigen Vorteil, dass du auch mit sehr wenig Geld anfangen kannst.

Wenn du noch jung bist und noch nicht viel Geld hast, kannst du trotzdem einen Eigentümer finden, der eine Sondertilgung leisten will.

Damit kann er ja günstiger refinanzieren.

Da kommst du ins Spiel: Du bietest ihm einen Kredit, der weniger verzinst ist als seine Baufinanzierung.

Er will sich den Zinsunterschied sparen und du fängst schon mit mehr an als beim Sparbuch.

Unabdinglich ist jedoch die Sicherheit, dass er wirklich zurückzahlt. Am besten seid ihr nahe Verwandte.

Wenn du es umfangreicher machen willst, hast du auch sehr gute Chancen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass man extrem vermögend werden kann, indem man (auch niedrig verzinste) gesicherte Finanzierungen anbietet. Ein Vorbild aus der Geschichte ist Jakob Fugger, der mit dieser Methode extrem reich geworden ist.

Das Zinsniveau spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Viel wichtiger ist es, sicherzustellen, dass die Sicherheit immer die Finanzierungshöhe übersteigt.

Solange der Kreditnehmer pünktlich zahlt, verliert man kein Geld mit diesem Geschäft. Das ist der Grundsatz der Immobilienfinanzierung von Banken. Wie sie Geld mit deinem Kredit machen, erfährst du in diesem Video:



Aber den großen Gewinn machst du, wenn der Kreditnehmer in Schwierigkeiten gerät.

Da kannst du zwar die Immobilien versteigern lassen, aber das machst du selbstverständlich nicht.

Das wäre ein Horror-Szenario für den Kreditnehmer und dir bringt es nicht mehr als die Restschuld.

Der Trick ist hier, die Immobilie einvernehmlich zu kaufen (und damit die Schulden erlöschen zu lassen).

Du kannst sogar dem Eigentümer anbieten, dass er weiter als Mieter in seiner Wohnung bleibt.

Nicht nur bleibt er in seinem Zuhause, sondern er vermeidet dabei die Überschuldung.

Man weiß ja nie, vielleicht gibt es keinen Käfer, der mindestens die Restschuld zahlt.

Für dich ist es eine Möglichkeit, die Immobilie extrem günstig zu erwerben.

Crowd-Investing

Crowd-Lending und Crowd-Investing haben als Gemeinschaft, dass sie viele Investoren (oft dank Internet) finden, um Projekte zu finanzieren.

Der Begriff Crowd-Investing bezeichnet jedoch generell eine Investition in Eigenkapital.

Auch einige Formen von Mezzanine-Kapital kann als Crowd-Investing betrachtet werden, wenn das Modell einer Eigenkapitalbeteiligung ähnelt.


Immobilien-Fonds

Es gibt Objekte, die man kaum direkt erwerben kann.

Eine Direktinvestition ist zwar für Großinvestoren denkbar, aber die Summe ist auch für die sehr-gut-Verdiener einfach zu hoch.

Diese Objekte sind jedoch über einen Fonds einfach zu erwerben.

Agrarfläche

Die grüne Wiese kann Obst, Gemüse, Getreide oder sonstige Kost ernten lassen.

Diese Fläche wird oft von einem Bauer mit einem extrem langen Vertrag gepachtet, was für beide Seiten Sicherheit bringt.

Oft ist die erzielte Rendite extrem niedrig, aber diese Investition ist oft eine gute antizyklische Anlage.

Einrichtungen

Messe-Hallen, Krankenhäuser und Bahnhöfe sind Beispiele von Immobilieninvestments, die nicht mit den üblichen Formen von Immobilien korrelieren.

Diese bieten jedoch regelmäßige Erträge bei überschaubarem Risiko.

Oft werden da nur eine kleine Miete als Festpreis vereinbart, aber neben dieser festen Miete wird eine Umsatzabhängige Zusatzmiete vereinbart.

So profitiert der Vermieter direkt vom Erfolg des unterliegenden Geschäfts.

Bei einem Umsatzrückgang erhält der Vermieter zwar weniger Geld, allerdings bleibt sein Mieter dafür länger solvent.

Infrastruktur

Straßen, Schienen, Stromtrassen, Brücken und weitere Großprojekte sind auch im Grunde genommen Immobilien.

Nur werden sie nicht bewohnt, sondern benutzt.

Die meisten Fonds beteiligen sich insbesondere im Rahmen einer Partnerschaft mit dem öffentlichen Sektor, einer sogenannten PPP ("Public-Private-Partnership").


Vermietung von Gegenständen

Du musst nicht unbedingt Immobilien besitzen, um Vermieter zu werden. Du kannst auch Gegenstände vermieten.

Zum Beispiel lassen sich Autos und Wohnmobile gut vermieten.

Auch Material für Filmproduktion, Brautkleider, Schmuck, Fahrräder, Baumaschinen und Werkzeuge kannst du vermieten.


Eigenes Geschäft

Wenn du bereit bist, viel Arbeit zu stecken, dann kannst du auch ein eigenes Geschäft aufbauen.

Du kannst Waren verkaufen, Dienstleistungen direkt anbieten oder auch vermitteln.

Baue dir eine Kundenbasis auf und du kannst da sehr erfolgreich sein.

Einige Geschäftsmodelle haben viele Ähnlichkeiten mit einer Immobilien-Investition.

Sie haben einen hohen Investitionsbedarf, aber dann sind die Einnahmen von deiner Arbeit unabhängig.

Das gilt z.B. für den Energiesektor.

Eine Solar- oder Windanlage entspricht einer großen Investition und dann werden Einnahmen jahrelang aus dem Energieverbrauch erwirtschaftet.

Wie bei Immobilien sind da viel Wissen und viel Know-how notwendig.

Wenn dir das nötige Kleingeld für eine solche Investition fehlt, kannst du auch Zeit statt Geld investieren.

Hier sind ein paar Beispiel, wie das geht:

Ein Buch schreiben

Wähle dir ein Thema aus, das dir gut gefällt und wo du dich gut auskennst und schreibe ein Buch darüber.

Du investierst viel Zeit, indem du das Buch schreibst und den passenden Inhalt recherchierst. Diese Zeit stellt Arbeit dar, die du umsonst leistest.

Nachdem das Buch erfolgreich geschrieben ist, kannst du dich um die Vermarktung kümmern.

Dafür kannst du auch (viel) Zeit investieren, um dir verschiedene Verkaufswege zu beschaffen.

Wenn sich das Buch dann von selbst gut verkauft, dann bekommst du endlich die Belohnung für die lange Arbeit, die du am Anfang investiert hast.

Einen Blog betreiben

Die Grundidee ist ähnlich wie bei einem Buch, aber da baust du dir einen Blog auf, wo du regelmäßig Artikel schreibst.

Da dort ständig neue Artikel kommen, ist es eine weniger passive Einkommensquelle.

Dafür kannst du etwas schneller damit Geld verdienen als mit einem Buch, weil du kein Produkt ganz fertig haben musst, um damit ein paar Euro zu verdienen.

Die meisten Blogs verdienen Geld durch Empfehlungen von Produkten größerer Firmen.

Dafür gibt es viele Varianten und du kannst auch kreativ sein.

Für einen Review-Artikel über ein Produkt kannst du von Unternehmen bezahlt werden, wenn davon auszugehen ist, dass viele Interessante den Artikel lesen werden.

Affiliate-Links sind eine Alternative, wo du (und nicht die werbende Firma) das Risiko eingehst, dass die Konversionen enttäuschen.

Als Zwischenlösung kannst du auch Banner-Werbung einblenden.

Sei jedoch vorsichtig, dass alle Werbungen als solche gut erkennbar sein müssen, sonst ist es Schleichwerbung und das macht dich strafbar.

Einen YouTube-Kanal betreiben

Ähnlich wie bei einem Blog, hast du hier die Möglichkeit, ein großes Publikum zu binden und dafür bezahlt zu werden.

Ab 1000 Abonnenten und 4000 Stunden Viewtime in den letzten 12 Monaten kannst du Werbung automatisch von Google/YouTube einblenden lassen.

Diese Methode macht zwar weniger Geld als andere Monetarisierungsmethoden, dafür ist sie automatisiert und recht einfach einzurichten.

Es gibt auch die Möglichkeit, direkt mit Firmen zu arbeiten.

Influencers haben eine steigende Rolle in der Unternehmenskommunikation, weil klassische Werbung manchmal als störend empfunden wird. Dazu wirkt ein Influencer wie ein Freund und seine Empfehlung wird wie ein Ratgeber vertraut.

Wenn du es so machen willst, solltest du darauf achten, nicht jedes Angebot des Geldes wegen anzunehmen: Der
Ruf deines Kanals, deine Integrität, deine Komfortzone, deine Werte sind genau das, was dein Publikum sucht und dein Publikum ist genau das, was dich für Firmen interessant macht.

So sollte deine Ehrlichkeit in Vordergrund stehen und deine Empfehlungen nur dann ausgesprochen werden, wenn du das Produkt wirklich empfehlen würdest.

Du kannst für die Empfehlung selbst bezahlt werden und einen festen Preis erhalten, oder du kannst das Produkt bewerben und einen Affiliate-Link (z.B. in der Videobeschreibung) hunzufügen.

Maschinen aufstellen

Das klassische Beispiel ist eine Waschautomat-Anlage, die vollautomatisch funktioniert.

Du musst dabei zwar die Anlage pflegen, aber du brauchst nicht, vor Ort anwesend zu sein, wenn ein Kunde kommt und seine Wäsche bei dir waschen lässt.

Es gibt auch Varianten wie eine Schließfächer-Anlage, die u.a. am Flughafen und am Bahnhof für Kunden attraktiv ist.

Auch Verkaufsautomaten sind beliebt. Getränke- und Süßigkeiten-Automaten funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

Die Betreiber werden immer kreativer und es gibt mittlerweile Automaten für fast alles: Langhaltende Lebensmittel, Fahrradschläuche, Batterien, Zahnpasta, Nähzubehör,...

Selbstverständlich gehören auch Geldautomaten dazu, aber da ist der Aufwand für die Sicherheit, den Warenbestand, die Versicherung etwas höher.

Das Aufstellen von Geldautomaten eignet sich deswegen weniger für Anfänger und mehr für spezialisierte Firmen (unter anderen Banken), die so ein ganzes Netzwerk von Geldautomaten betreiben.

Was brauchst du dafür?

Zuerst musst du den richtigen Ort finden. So sicherst du, dass die Nachfrage da ist.

Du musst auch richtig berechnen, ob das sich dort für dich lohnt.

Die Anlage kostet jeden Monat Geld, etwa für die Miete samt Nebenkosten.

Strom und Wasser sind in diesem Fall gar nicht zu vernachlässigen! Eine Versicherung gegen Wasserschaden kann auch sinnvoll sein.

Dann musst du die richtigen Maschinen kaufen. Am besten sind das zuverlässige Geräte, die mit einem Wartungsvertrag kommen.

Wenn du eine gewisse Größe erreicht, hast du vielleicht einen Mengenrabatt.

Du musst dich entscheiden, ob die Maschinen mit Euro-Münzen oder mit einem anderen Bezahlsystem funktionieren. Vorsicht vor Einbruch und Fälschungen!

MLM

MLM ist die Abkürzung von Multi-Level-Marketing.

Es handelt sich um ein sehr hierarchisiertes Netzwerk von Vertriebspartnern.

Diese Vertriebsform findet man oft in Bereichen wie Versicherungen oder für Hi-Tech-Neuigkeiten.

Wirklich interessant ist MLM nicht am Anfang, sondern nachdem du ein Team unter deiner Leitung hast. Wenn du Leute anwirbst, dann kannst du sie unter einigen Voraussetzungen unter deiner Hierarchie haben.

Dann fängst du an, richtig passiv Geld zu verdienen. Wenn ein Vertriebsmitglied unter deiner Hierarchie etwas verkauft, dann bekommst auch du eine Provision, obwohl er die Arbeit für diesen Verkauf gemacht hat.

Richtig erfolgreich im MLM wirst du generell also eher durch die Hierarchie als durch deine eigene Provisionen.

Diese Stärke ist auch eine Schwäche. Nur wenige Leute schaffen es, in der Hierarchie aufzusteigen. Viele an der Basis verdienen also nur wenig im Vergleich zur geleisteten Arbeit. Sie tun diese Arbeit aus Hoffnung, irgendwann aufzusteigen.

Es gibt jedoch auch solche Organisationen, die dir damit viel Geld versprechen, obwohl es sich vielmehr um einen Betrug handelt.

Vorsicht ist also geboten!

Die Betrugsmasche lässt dich auf viel Geld in der Zukunft hoffen, aber dafür arbeitest du am Anfang fast umsonst (also weit unter dem Mindestlohn). Da du selbstständig diese Arbeit freiwillig machst (und nicht als Angestellter), kannst du oft nichts dagegen.

Nur dauert bei Betrügern diese Anfangsphase ewig und vom Anfang an weiß der Vorstand, dass niemand aufsteigen wird.

Investiere in dich selbst

Kredite tilgen

Warum eigentlich Schulden abbauen, wenn man mit höherer Rendite das Geld investieren kann?

Diese Frage weckt oft große Debatte:

Einerseits ist die Renditeerwartung größer, wenn man investiert statt zu tilgen.

Anderseits ist die Tilgung des Kredits eine sichere Zinsersparnis.

Ein Argument, das jedoch zu oft fehlt ist, dass die Tilgung dich befreit.

Du hast eine Verpflichtung weniger am Monatsende.

Du kannst damit anfangen, deine Zeit direkt zu investieren, statt zuerst deine Zeit für Geld auszutauschen und dann dieses Geld investieren.

Und das ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Du beschaffst dir also mehr Investitionsmöglichkeiten.

So gesehen investierst du so in deine Freiheit und in die Gestaltung deines eigenen Lebens. Das sollte dir viel wichtiger sein als ein paar Quadratmeter, auch wenn diese im Zentrum Münchens liegen.

Wissen un Know-How aneignen

Du kannst deine Fähigkeiten verbessern, indem du einen Kurs besuchst, ein Buch liest, an einem Seminar teilnimmst oder ein neues Studium absolvierst. Wichtig dabei ist, dass du am Ende dieser Weiterbildung mehr verdienst. Wenn das dir gelingt, dann bringt diese Investition deutlich viel mehr als was sie kostet. Dadurch ist es ein sehr rentables Investment. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass niemand dir dein Wissen wegnehmen kann. Von deiner Investition hast du also immer etwas. Das macht die Investition sicherer als eine Anlage in etwas, worauf du keine Kontrolle hast.

Noch nicht überzeugt?

Dann ist vielleicht doch Immobilien etwas für dich...

Einen Überblick kannst du dir im Artikel
warum Immobilien beschaffen.